Fanfiction

Schreibtips

In dieser Sektion findet ihr einige Tips und Tricks, die euch beim Verfassen eurer Geschichten helfen könnten.


Allgemeine Hinweise

  • Ein Weg, eine Geschichte ins Rollen zu bekommen, ist, einfach drauf loszuschreiben. Großartige Ideen entstehen spontan und können Dich an die unglaublichsten Orte führen. Laß das zu! Solltest Du Dich dabei allerdings verheddern und in einer Sackgasse landen, findest Du weiter unten Vorschläge, wie auch komplexere Geschichten beherrschbar bleiben können.
  • Versuche, Dich völlig in Deine Hauptfigur hineinzuversetzen. Versuche zu schmecken, was sie schmeckt, zu spüren, was sie spürt, zu sehen, was sie sieht und zu hören, was sie hört. Mache Deine Figuren zu Wesen aus Fleisch und Blut.
  • Wenn Du zusammen mit anderen an Deiner Geschichte schreibst, sorg dafür, daß jeder weiß, worum es geht. Kommunikation ist hier alles. Es passiert sehr leicht, daß jemand die Handlung mißversteht, und schneller als man glaubt, kann Deine Hauptfigur in einer absolut sicheren Todesfalle sitzen.
  • Überlege Dir bei Dialogen immer, wer die jeweilige Person ist. Ein Adeliger wird ohne guten Grund keine Unterklasse-Schimpfwörter durch die Gegend schleudern, genauso wenig wird ein Dockarbeiter sich sonderlich gepflegt ausdrücken. Sorg dafür, daß sich ein Schmuggler auch so anhört, wie einer.
  • Der Schlüssel zum guten Schreiben ist Lesen. Lies viele Werke von einer Vielzahl unterschiedlicher Autoren. Du kannst nur von ihnen lernen.
  • Benutze alle Deine Sinne, wenn Du einen Schauplatz beschreibst. Erzähl nicht nur, wie der Schauplatz aussieht und sich anhört, sondern beschreib auch den Geruch und Geschmack. Das macht nicht nur den Ort lebendiger, sondern eröffnet auch das Tor zu interessanten Metaphern.
  • Überprüfe vor der Veröffentlichung Deiner Geschichte immer die Rechtschreibung, am besten mit einer normalen Schreibprüfung in Deinem Textverarbeitungsprogramm. Nichts bringt die Leser schneller in die wirkliche Welt zurück, wie schlechte Orthographie und Grammatik.
  • Versuch, Dir eine dynamische Szene (zum Beispiel einen Kampf) bildlich vorzustellen und beschreibe dann, was Du siehst.
  • Schreib, was Du fühlst. Versuche nicht, vornehmer zu klingen, als Du Dich gerade fühlst. Es wird nur künstlich und gestelzt klingen.
  • Details sind gut, aber bringe nicht zu viele davon. Fülle nicht 10 DIN-A4-Seiten damit, Luke Skywalkers Badezimmer zu beschreiben, es sei denn, er wird von seinem Duschkopf angegriffen.
  • Beschränke nicht künstlich Deinen Wortschatz. Wenn Du findest, daß Deine Hauptfigur wild herumfluchen sollte, laß es geschehen. Unterwirf Dich keiner Selbstzensur. Wenn Deine Hauptfigur ein Rassist, Frauenfeind oder Vergewaltiger ist, laß ihn auch so sprechen. Gleiches gilt, wenn er aufgrund einer Verletzung nur noch undeutlich sprechen kann.
  • Benutze keine unpassenden Flüche. Du bist in einer weit entfernten Galaxis, laß Deine Figuren also auch so handeln (beliebte Flüche sind "Sithspucke", "Bei Palpatines schwarzen Knochen", "Poodoo!", etc.).
  • Gewisse Dinge passen nicht in das Krieg-der-Sterne-Universum. Sex zum Beispiel. Mehr als einen Kuß gibt es in keinem Film, und selbst die Romane gehen über vage Andeutungen kaum hinaus. Wenn Du nicht gerade scharf darauf bist, eine KdS-Ero-Story zu schreiben, laß die Details besser weg.
  • Sorg dafür, daß keine unpassenden Verweise auftauchen. Die Leute sprechen nicht Deutsch, sondern Basic, und es gibt keine Erde, also auch keine "Außerirdischen", sondern Nichtmenschen.
  • Schreib nicht nur Krieg-der-Sterne-Geschichten. Öffne Dich für andere Themenbereiche, schreib Film-FanFics, Essays, Sportberichte. Je besser Du zwischen den verschiedenen Gattungen hin- und herspringen kannst, desto lebendiger wird Dein Stil.
  • Sei Dir der Hoffnungen, Träume und Motivationen Deiner Figuren bewußt. Wenn Du weißt, wieso sie handeln, mußt Du ihnen nur noch folgen. Die Geschichte schreibt sich dann fast von selbst.
  • Hole die Meinung anderer ein, aber übergib ihnen nicht die Kontrolle. Es ist Deine Geschichte. Laß niemanden zwischen Dich und Deine Ideen kommen.
  • Wenn Du über Personen schreibst, die in den Filmen mitgespielt haben, versuch, zu hören, was sie sagen und wie sie es sagen. Stell Dir die Stimme und Körpersprache des Schauspielers vor.
  • Schreib nie über Dinge, die Du nicht kennst. Wenn Du eine Pilotengeschichte schreiben willst, hol Dir Informationen über Raumschiffe und Waffen. Wenn Du einen Politthriller schreiben willst, studiere das politische System.
  • Beschreibe nur Erfahrungen, die Du gemacht hast oder Dir gut vorstellen kannst. Wenn Du nie Ardees getrunken hast, beschreib den Geschmack nicht. Spring deshalb aber auch nicht von einer Brücke, um eine Todeserfahrung niederzuschreiben.
  • Mach Deine Hauptfigur nicht zu einem unfehlbaren Gott. Laß sie in Momenten der Aufregung zittern, stottern oder zusammenbrechen, füg ihr ein paar Schrammen zu, sorg dafür, daß sie sich Blasen an den Füßen läuft oder sich das Fußgelenk bricht. Erwecke sie zum Leben.
  • Wenn Du Dir Namen ausdenkst, sorg dafür, daß sie individuell klingen. Wenn Ken, Kun und Kyle in einer Szene auftauchen, werden Deine Leser schnell den Überblick verlieren.
  • Wenn Du schreiben willst, sorg dafür, daß Du Ruhe hast. Schalt den Fernseher ab, zieh den Telefonstecker, bring Dich in die richtige Stimmung. Leg vielleicht passende Musik auf. Ein wildes Lichtschwertduell schreibt sich vielleicht leichter, wenn Du das Duel of the Fates laufen hast.
  • Wenn Du Dialogzeilen schreibst, sprich sie Dir laut vor. Wenn sie sich kaum sprechen lassen, ändere sie. Sorg dafür, daß sie glaubhaft klingen.
  • Geh über Genregrenzen hinweg. Mische Liebe und Action, Humor und Politik, Abenteuer und Drama. Damit wird die Geschichte interessanter.
  • Stell Dir Deine Hauptfigur bildlich vor. Wenn Du sie beschreiben willst, solltest Du wissen, wie sie aussieht. Nimm vielleicht einen Bekannten, eine berühmte Person oder ein Bild aus einem Comic.
  • Stelle sicher, daß die Handlung nicht nur deshalb abläuft, weil Du es willst, sondern weil es einfach Sinn macht. Wenn Darth Vader die Schlacht von Endor überlebt, sollte man wissen, wieso das so ist. Laß niemanden merken, daß es nur passiert, weil Du es willst, sondern weil das Universum es möglich macht.
  • Verändere bestehende Figuren nicht. Palpatine wird niemals die Wahrheit sagen, oder ein netter Mensch sein. Mara Jade wird nie ihre trockene Art ablegen, und Han wird immer Han bleiben. Mach nicht aus einem kleinen Bauernjungen einen großen Staatsmann.
    Wenn Du eine Figur allerdings anders siehst, mach sie anders. Sorg nur dafür, daß sie glaubhaft anders ist. Wenn Jabba ein netter Kerl sein soll, mußt Du fähig sein, zu erklären, wieso er seine Tänzerin an den Rancor verfüttert hat.
  • Wenn Du feststeckst, schreib Dir Fragen und Antworten auf: Was für eine Bedrohung will ich darstellen, vielleicht einen Angriff des Imperiums? - Nein, zu ausgelutscht, ich brauche etwas kleineres. - Einen Piratenangriff auf eine Raumstation? - Wieso sollten Piraten angreifen? - Weil sie von einem Informanten verraten wurden und sich rächen wollen?
    Such Dir genaue Fragen und gib genaue Antworten.
  • Verlasse gewohnte Pfade, versuch etwas Neues. Es gibt tausend Geschichten über imperiale Kriegsherrn, niemand braucht eine 1001. Fassung. Verlasse bekannte Planeten wie Yavin oder Coruscant, oder geh auf diesen Planeten an Orte, die weitestgehend unbekannt sind. Sieh Dir Berufsgruppen an, die nur am Rande erwähnt wurden (Frachtertramps, Kellner, Barbesitzer, zivile Piloten, Agenten) und tauche in ihr Umfeld ein.
  • Geh keiner Herausforderung aus dem Weg. Jeder kann Krieg-der-Sterne-Geschichten schreiben, also mußt Du einfach besser sein, als die anderen. Egal wie. Nimm Dir Figuren, die jeder kennt, und hinterfrage ihre Motivation. Vielleicht sind sie nicht so zweidimensional, wie Du denkst, vielleicht fallen Dir neue Dinge ein, die ihnen in einem bestimmten Augenblick durch den Kopf schießen könnten. Die Galaxis hat eine Geschichte, die Rebellenpiloten aus Episode IV waren mal Kinder, und ihre Eltern sind in der Republik aufgewachsen. Was denken sie da, wenn sie hören, daß einer von ihnen ein Jedi ist? Wieso kämpfen sie für die Allianz?
  • Wenn Du Szenen schreiben willst, die sich mit gewaltigen Emotionen beschäftigen (der erste Blick aus dem Weltall auf den Heimatplaneten, der erste Anblick des Jeditempels, das Wiedersehen mit einem alten Freund), versuche zu beschreiben, was Du irgendwann einmal in einer ähnlichen Situation gefühlt hast. Das wird den Leser dazu bringen, sich selbst an eine solche Situation zu erinnern, und er wird verstehen, was mit den Figuren geschieht.
  • Schreibe nicht gleichzeitig die grobe Handlung Deiner Geschichte und die Geschichte selbst. Geh der Reihe nach vor.
  • Wenn Du eine gute Idee hast, schreib sie auf. Das menschliche Gehirn ist zu vielem fähig, vor allem dazu, Dinge zu vergessen. Wenn Du aufwachst und einen interessanten Traum hattest, schreib ihn auf. 10 Minuten später, und Du hast ihn mit Sicherheit vergessen.
  • Sei Dein treuster Fan und übelster Kritiker. Wenn Du etwas gut findest, bleib dabei. Wenn Du etwas schlecht findest, mach ihm die Hölle heiß.
  • Sorge dafür, daß Du Dich nicht in einem Labyrinth von Details und Kleinsthandlungen verlierst. Selbst wenn Du selbst mühsam wieder herausfindest, dürften die meisten Deiner Leser irgendwann verwirrt aufgeben.
  • Vermeide Technik-Gefasel. Die wenigsten interessieren sich für die genauen Spezifikationen eines Protonentorpedos, solange er einfach nur funktioniert.
  • Steig mitten in Deine Geschichte ein. Spar Dir lange Reden und komm einfach zur Sache. Wenn sich Deine Leser langweilen, sind sie weg.
  • Wenn Du mit verschiedenen Figuren hantierst, sorg dafür, daß sie wirklich verschieden sind. Für fünf Superhelden ist kein Platz, nimm lieber einen Helden, einen Fast-Schurken, einen Schwätzer, einen Hofnarren und eine Figur, die nicht weiß, was sie ist. Nur verschiedene Motivationen sorgen für Konflikte, und nur Konflikte bringen Leben in die Handlung.
  • Wenn Du eine irre Idee hast, die kein normaler Mensch beachten sollte, beachte sie. Irre Ideen sorgen für Überraschungen, und Überraschungen sind das Salz in Deiner Suppe.
  • Räume jeder Szene ihren Raum ein. Eine Actionszene sollte kurz sein, denn der Handlung wird sie kaum weiterhelfen (es sei denn, jemand stirbt, aber vor allem dann solltest Du Dich auf die sterbende Figur konzentrieren, nicht auf seitenweise Beschreibungen von Lichtschwerttechniken. Sorg auf der anderen Seite dafür, daß eine emotionale Szene entsprechend lang ist. Emotionen bringen Deine Figuren auf eine höhere Stufe, Actionszenen nicht.
  • Beschreibe Gewalt immer im Rahmen Deiner Handlung. Eine Liebesgeschichte mit einer Actionszene sollte Gewalt eher ausklammern, eine Geschichte über Darth Mauls neuste Jagd hingegen seinem Naturell entsprechen. Wenn Du über einen Berufsmörder schreibst, laß ihn auch so handeln.

Vorgehensweise bei langen Geschichten

  1. Faß das, was Du schreiben willst, zuerst in zwei Sätzen zusammen. Nur zwei Sätze, alles, was darüber hinausgeht, ist überflüssig.
    Einfaches Beispiel: Um eine Kampfstation des bösen Imperium zu zerstören, schickt eine Rebellenprinzessin zwei Droiden mit den Plänen der Station zu einem alten General. Gemeinsam mit einem Bauernjungen und zwei Schmugglern befreit der General die gefangengenommene Prinzessin und zerstört den Todesstern.
    Alles, was danach in Deiner Geschichte auftaucht, muß mit diesen zwei Sätzen zu tun haben. Ist das nicht der Fall, streich es raus. Nichts tötet eine Geschichte schneller, als zu viele Umleitungen.
  2. Nimm Dir ein paar Karteikarten und schreib auf jede von ihnen eine Szene, die Dir in Zusammenhang mit Deiner Handlung in den Sinn kommt. Schreib einfach auf, was Du willst, ignoriere die Reihenfolge. Wenn Dich eine Szene zu einer anderen führt, schreib auch diese auf, immer weiter, bis Dir nichts mehr einfällt.
  3. Sortiert die Karteikarten in der richtigen, zeitlich linearen Reihenfolge. Verzichte wenn möglich auf Rückblenden. Nach Ereignis 1 kommt 2 und 3. Ganz einfach.
  4. Nimm die Karten und schreib auf die Rückseite folgende Einzelheiten:

    4.1 Schauplatz.
    4.2 Zeit - Tag und Uhrzeit
    4.3 Figuren - Schreib alle Figuren auf, die in dieser Szene vorkommen.
    4.4 Standpunkt - Jede Szene sollte nur aus einer Perspektive erzählt werden. Such Dir die Figur, aus deren Sichtwinkel Du die Szene erzählen willst.
    4.5 Was hält die Figuren auf? Jede Spannung basiert auf Konflikten. Jede Figur will etwas. Wenn sie es bekommt, ist die Geschichte vorbei. Wenn Du eine Szene findest, in der alles planmäßig verläuft, sollte das besser die letzte Szene Deiner Geschichte sein.
    4.6 Such Dir einen Endpunkt, der gleichzeitig auf die nächste Szene verweist. Plaziere einen Hinweis für den Leser, daß alles gleich noch viel schlimmer kommt.

    Achte bei all diesen Punkten auf logische Fehler. Niemand kann gleichzeitig an zwei Orten sein. Selbst Palpatine ist nicht in der Lage, gleichzeitig auf Naboo und Coruscant zu sein.

  5. Leg das Projekt beiseite und laß es ein paar Tage liegen. Komm dann mit frischen Ideen und faktisch als Unbeteiligter zurück. Überprüfe Deine Abfolge, kritisiere sie, ändere sie wenn nötig.
  6. Fang an zu schreiben. Nimm Dir irgendeine Karte, und setze sie um. Du weißt, womit es anfängt und wo es aufhört. Es kann eigentlich nichts schiefgehen.
Wenn Du weitere Tips hast, schick sie uns doch an fanfiction@starwars-union.de.


Warning: include(menu/fanmenu.inc.php): failed to open stream: No such file or directory in /homepages/46/d210230247/htdocs/redesign2012/site/index.php on line 349

Warning: include(): Failed opening 'menu/fanmenu.inc.php' for inclusion (include_path='.:/usr/lib/php5.4') in /homepages/46/d210230247/htdocs/redesign2012/site/index.php on line 349
Statistik
68238890
Besucher seit
01.05.2000

10 User online
Zu Google hinzufügen
Twitter

© by StarWars-Union.de 2000 - 2020. StarWars-Union.de ist eine Fanseite. Bitte lesen Sie unseren Disclaimer.
StarWars-Union.de is not endorsed by Lucasfilm Ltd. Please read our disclaimer.